WORTGOTTESDIENST am 28. Mai 2011

 

 

Wir feiern den Wortgottesdienst, um in der Gemeinschaft Gott zu loben, ihn zu preisen, ihm zu danken und das Wort-Gottes zu hören. Das Wort-Gottes-hören bedeutet bei uns Christen aber mehr, als eine nette Geschichte zu hören, diese dann vielleicht wieder zu vergessen oder wenn sie einem besonders gut gefallen hat weiterzuerzählen. Das Wort Gottes ist mehr: es ist Gabe und Aufgabe zugleich. Gott hat es uns geschenkt – wir aber sind aufgerufen, es in unser Herz und in unser Leben aufzunehmen.

 

 

 

Hinführung zur Lesung

Gläubige unterscheiden sich von Ungläubigen darin, dass sie Hoffnung und Zukunft haben, und dass sie es wissen. Sie haben Gemeinschaft mit Christus, dem Auferstandenen. Es erschreckt sie auch nicht, mit ihm und für ihn zu leiden. Sie können ruhig und sicher Rede und Antwort stehen für ihren Glauben.

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostel Petrus – 1 Petr  3, 15 – 18

Schwestern und Brüder!
Haltet in eurem Herzen Christus, den Herrn, heilig!
Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt;
aber antwortet bescheiden und ehrfürchtig, denn ihr habt ein reines Gewissen.

Dann werden die, die euch beschimpfen, weil ihr in der Gemeinschaft mit Christus ein rechtschaffenes Leben führt, sich wegen ihrer Verleumdungen schämen müssen.
Es ist besser, für gute Taten zu leiden, wenn es Gottes Wille ist, als für böse.

Denn auch Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben,  der Gerechte, für die Ungerechten,  um euch zu Gott hinzuführen; dem Fleisch nach wurde er getötet, dem Geist nach lebendig gemacht.

 

 

Hinführung zum Evangelium

Die Liebe, von der Jesus spricht, ist nicht bloßes Gefühl, sondern Tat. Sie ist aber mehr als die Erfüllung von Pflichten: Jesus verheißt den Heiligen Geist, die Liebe Gottes in Person, die Freude Gottes, die Kraft Gottes. Dem glaubenden und liebenden Menschen verheißt Jesus noch mehr:  „Wir“ – Jesus und der Vater – „werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“  Göttliche Weite und Fülle wird dem Menschen geschenkt, der bereit ist, die Gabe Gottes anzunehmen.

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes Joh 14, 15-21

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.  Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.

Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet.
An jenem Tag werdet ihr erkennen:
Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir, und ich bin in euch.

Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

 

Zeichenhandlung

Jesus Christus ist gegenwärtig in seinem Wort, das wir gehört haben.

Wenn wir die heilige Schrift ehren, verehren wir Jesus Christus selbst. Wir bekommen das Wort Gottes geschenkt und sind bereit, dieses in unser Leben aufzunehmen.

Wir laden Sie ein, nach vorne zu kommen und sich vor der Heiligen Schrift zu verneigen und das Wort-Gottes AUCH symbolisch mit den Worten „Das Wort Gottes empfangen und annehmen“  in Empfang zu nehmen.

 

 

Meditation

Was  ist wahrer Glaube?

 

Es gibt Zeiten,

in denen es für dich sonnenklar ist,

dass Gott existiert,

und es gibt Zeiten,

da es für dich eine Zumutung ist,

an einen ordnenden, ewigen Gott

zu denken.

 

Es gibt Zeiten,

in denen Gottes Dasein

für dich selbstverständlich ist.

 

Es gibt Zeiten,

wo dir alles zur Last wird.

Dann schrumpft das Bewusstsein,

dein Wissen dein Glaube

zu einer einzigen Frage zusammen:

„Warum lässt Gott das zu?

Warum darf das alles sein?“

 

Es gibt Zeiten,

in denen du Halleluja singst,

und es gibt Zeiten,

da du alles verwünschen möchtest.

Sich anzunehmen,

betend fragend

gläubig oder ungläubig –

das ist lebendiger Glaube.